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Karate- die jüngste Abteilung des SV Einheit 1875 Worbis (zurück)


Vor ungefähr acht Jahren begann die Geschichte der Abteilung Karate im SV Einheit Worbis, als Rosalie Stolze beschloss, bei ihrer Arbeitskollegin und Trainerin im Karate Ilse Marie Hinrich seinen Karategrundkurs für Erwachsene zu besuchen. Mit großer Freude begann Rosalie die Sportart zu erlernen, welche sie schon seit ihrer Kindheit immer einmal ausüben wollte. „Als Kind fand ich die Sportart schon interessant. Doch es bestand einfach nie die Möglichkeit und ich wusste auch nicht, dass es das hier in der Umgebung gibt. Und als sich die Gelegenheit dann bot, dachte ich mir jetzt machst du es.“, so Rosalie voller Begeisterung.

Nachdem sie 2010 zwei Jahre bei ihrer Kollegin trainiert hatte, kam der gemeinsame Gedanke auf, Kinder z.B. aus dem Selbstbehauptungstraining nicht nur für einen geringen Zeitraum von zehn Einheiten zu gewinnen. Es sollte die Perspektive geboten werden, auf lange Sicht in einem Verein zu trainieren. „Da dachte ich mir, ich frage einfach mal beim Vereinsvorsitzenden Herrn Schug nach, ob wir nicht eine Karate Abteilung eröffnen können.“, so die 43-jährige Trainerin. Kurze Zeit später startete die Karateabteilung unter der Leitung von Rosalie und Ilse Marie mit 25 Sportlern im Alter von 5- 12 Jahren. Einige haben erstmal nur geschnuppert und sind dann in eine der anderen Abteilungen des Vereins gewechselt, aber andere Sportler sind auch jetzt nach sechs Jahren noch aktiv dabei. Das Training wird so strukturiert, dass trotz der unterschiedlichen Altersgruppen und der verschieden Trainingsstufen jeder auf seine Kosten kommt. „Wichtig ist es aber, dass man sowohl in einzelnen kleinen Gruppen, als auch zusammen trainiert, sodass beim Partnertraining auch stärkere Sportler gegen Schwächere kämpfen. Der Hintergrund dabei ist, dass die Kinder so besser voneinander lernen können.“, sagt die Karate-Trainerin. Die Übungsstunden finden auf Breitensportbasis statt oder wie die Gruppe es bezeichnet „Just for fun!“. Die Motivation den Sport auszuüben ist aber trotzdem gewährleistet, denn durch intensives Training  besteht die Möglichkeit von einer Gürtelstufe zur Nächsten zu gelangen. Zweimal im Jahr gibt es eine Gürtelprüfung, die von einem Prüfer des Karate-Club Duderstadt abgenommen wird. Den Kindern wird es so ermöglicht eine neue Gürtelfarbe zu erzielen. „Die Kinder sehen die verschiedenen Gürtel von ihren Sportkollegen und haben so ein Ziel vor den Augen, dass sie noch erreichen wollen. Wir haben schon ein buntes Feld an Gürteln und jede Gürtelstufe wird mit einem Applaus gewürdigt. Jeder Sportler ist stolz, wenn es mit einer neuen Gürtelfarbe die Halle betritt.“, so die Sportfreundin. Das Ziel ist es so weit wie möglich zu kommen. Doch selbst die Kinder, die schon sehr lange trainieren und schon viele Gürtelstufen erreicht haben, versuchen immer besser zu werden. Es gibt im Karate kein Ende, an dem man alle sportlichen Fähigkeiten erreicht hat. Der Sport bringt lebenslanges Lernen mit sich.

Einmal im Jahr fährt die Gruppe nach Verden zu einem befreundeten Verein des Karate-Clubs Duderstadt, der einen Weihnachtswettkampf durchführt. An diesem Wettkampf nehmen auch die Worbiser teil. Dort können die Kinder ihr Können auch außerhalb des Vereins unter Beweis stellen und bestenfalls mit einem Pokal oder einer Medaille nach Hause fahren. Dies ist der einzige Wettbewerb, an dem sie teilnehmen. „Dort hat von uns auch schon mal jemand einen Pokal abgeräumt und einige haben eine Medaille gewonnen.“, sagt die stolze Übungsleiterin. Beruflich hat Rosalie auch mit Kindern zu tun. Sie ist Diplompädagogin und arbeitet beim

Sozialdienst Katholischer Frauen Eichsfeld im Bereich der sozialpädagogischen Familienhilfe. Dort kann sie sich ihre Arbeitszeit so einteilen, dass sie am Nachmittag zum Training mit den Kindern zur Verfügung steht. Neben Karate ist Rosalie in ihrer Freizeit oft in ihrem Garten anzutreffen.

„Solange es Trainer im Bereich Karate gibt, solange wird es die Karateabteilung im SV Einheit geben.“, so Rosalie hoffnungsvoll. Auch deutschlandweit ist der Sport gut aufgestellt, denn 35 000 Jungen und 20 000 Mädchen unter 15 Jahren betreiben Karate in ihrer Freizeit. „Den Sport kann man in allen Altersklassen ausüben. Selbst 70-Jährige können noch Karate erlernen.“, sagt die 43-Jährige.

Schon als Jugendliche war Rosalie ehrenamtlich bei den Pfadfindern aktiv und hat sich bis heute dem Ehrenamt im Bereich Sport angenommen. „Ehrenamt finde ich ganz wichtig in unsere Gesellschaft. Es sollte nicht jeder auf sich schauen, sondern schauen, dass das  Zusammenleben von allen Menschen im sozialen Umfeld funktioniert. Jeder muss sich dabei einbringen und ich möchte auch meinen Teil dazu beisteuern.“, sagt die früherer Handballerin.

Es ist für sie von großer Bedeutung, dass etwas für die Kinder getan wird. Sie müssen ihren Platz in der heutigen Gesellschaft finden und erkennen, dass sie angenommen sind und von anderen geachtet und respektiert werden. Die Wertevermittlung von Respekt, Disziplin, Achtsamkeit und das Einhalten von Regeln sind im Sport sehr wichtig. Das sind bedeutende Fähigkeiten, die man im weiteren Leben für sein Sozialverhalten als Erwachsener braucht. „Das kann man nur als Kind trainieren. Denn wenn man das als Kind nicht gelernt hat, dann kann man das als Erwachsener natürlich auch nicht. Es ist wichtig, dass keines der Kinder irgendwo hinten runter fällt, egal aus welcher sozialen Schicht es kommt. Sport ist genau der Bereich der alle auffängt.“, so die Karatesportlerin abschließend.


21.10.2016 15:57 Alter: 335 days
Kategorie: SV Einheit 1875 Worbis, Fussball, Leichtathletik, Behindertensport, Turnen, Rehasport, Tischtennis, Karate
Von: Kiara Marschhausen

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